What a tough day! (Aller Anfang ist schwer)

Ganz recht what a tough day, wie man hier sagen würde! Ich weiß garnicht womit ich anfangen soll… Am Besten der Reihe nach! Der Tag begann heute früh eigentich recht harmlos.Um 6 Uhr Ortszeit stand ich auf, frühstückte bei den Scheibles zuhause noch etwas und machte mich dann auf den Weg.Bevor ich auf den Highway gen Westen gelangte, wollte ich den Landy vorher unbedingt noch volltanken. Hier fingen die Probleme schon an, den in Amerika laufen die Dinge bekanntermaßen etwas anders ab.Da es hier üblich ist per Karte direkt an der zapfsäule zu zahlen folgte ich diesem Beispiel.Karte durchziehen,alles kein Problem-denkste! Ich wurde vom Automaten nach dem dortigen Zipcode (entspr. in etwa der dt. Plz) gefragt und hatte als Deutscher natürlich keine Ahnung! Nach einigem hin und her mit der Kassiererin im Store gelang es aber schließlich doch noch den Landy volzutanken. Daraufhin machte ich mich auf den Weg zu den Highways bzw. Interstates, da diese meistens durch mehrere Bundesländer(states) verlaufen. Meine Route führte mich an mir unbekannten Städten vorbei, immer schön in Richtung Westen. Just keep on going wie man hier zu sagen pflegt…leichter gesagt als getan denn es wurde rel. schnell monoton da die Strecken schier endlos erscheinen. Einziger Trost war die wunderschöne Landschaft von der man umgeben wird! Der Landy machte keinerlei Anstalten und lief, wenn auch etwas langsam, bis auf weiteres problemlos. Zum Zeitvertreib lieferte ich mir ab und an ein Rennen mit den Trucks (Lkws) hatte aber mit meinem brit. Racingcar keine Chance. Vorallem bergauf hieß es immer schön zurückschalten und zurücklehnen. Die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 65 mph (in etwa 110 km/h) habe ich wenn überhaupt nur bergabwärts erreicht. So tuckerte ich also gemütlich dem Ende meiner heutigen Tagesetappe entgegen als es plötzlich geschah! Ein Knall, gefolgt von einem sehr unangenehmen Geräusch, einem Art Quitschen. Mir war sofort klar, dass es etwas mit dem Reifen sein musste. Ich war bemüht den leicht wankenden Landy in der Spur zu halten und konnte ihn einige Meter später sicher auf dem Standstreifen zum Anhalten bringen! Ich zog die Warnweste über, stieg aus und musste feststellen dass sich mein Verdacht bestätigte-ein komplett zerrissener Reifen! Was nun fragte ich mich?-Selbst ist der Mann dachte ich mir und legte also erstmal selbst Hand an. Dies ging zunächst bis zu einem gewissen Grad gut scheiterte aber im Endeffekt an dem nicht ausreichend vorhandenen Werkzeug.Hilfe musste nun also her! So rief ich einen Freund an der Ostküste an der mich an die AAA weiterleitete. Diese entspricht etwa dem deutschen ADAC und die beiden sind zum Glück auch noch Partnerorganisationen sodass es nach einigem hin und her schließlich kein Problem war einen Pannenwagen herzuholen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches dankeschön an meinen Freund Robert Bandov (aka Couch), you did a great job! Während meiner Wartezeit auf den Pannenwagen kam die Polizei vorbei, zu allem Überfluss auch noch der dortige Sherrif höchstpersönlich. Richtig klischeehaft mit dem für Sherrifs typischem runden, perfekt sitzendem Hut dazu ein astrein gebügeltes Hemd plus Hose und Schuhe wie ich sie noch nie hab glänzen Sehen! Freundlich aber bestimmt war er bemüht mir zu helfen, hatte aber am ende auch kein besseres Werkzeug zur Verfügung.So machte er sich nach einer Absicherung der Unfallstelle durch leuchtende Pyrostäbe, die er an den Straßenrand legte, wieder aus dem Staub! Kurze Zeit später kam dann endlich der Pannenwagen samt Fahrer, ein echter Profi, der mit mir zusammen den Reifen in unter 5 min wechselte! Nachdem ich ihm ein Trinkgeld gab überprüfte er freundlicherweise noch den Luftdruck sämtlicher Reifen und ich konnte im Anschluss die letzten rund 40 km meiner heutigen Tagesetappe fortsetzen! Erschöpft aber froh endlich im Motel angekommen zu sein erfuhr ich dann von meinem Vater am Telefon noch vom grandiosen Sieg unserer Nationalmannschaft! Ich muss allerdings zugeben, dass es mich immernoch ankotzt(ich finde einfach kein passenderes Wort) dass ich dieses Spiel hier nirgens live verfolgen konnte! Die Amis haben’s einfach nach wie vor immer noch ned so mit König Fußball… Naja seis drum morgen ist ein neuer Tag und es geht ab nach Au Claire, New Wisconsin! Ich hoffe dass ich den Rest dieser Reise fortan ohne Pannen übersteh! 

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